Verhaltenstherapie und meine Haltung
Die Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Form der Psychotherapie. Sie hilft dabei, eigene Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen und entsprechend der eigenen Zielvorstellungen anzupassen.
Grundidee und mein Ansatz: im Laufe unseres Lebens bilden wir Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster aus, um die Anforderungen unserer Lebensrealitäten zu meistern. Diese Muster prägen wir uns ein und nutzen sie als bewährte Bewältigungsstrategien in unseren Alltag. Jedoch führen erlebte Belastungen, Lebensveränderungen oder Schwierigkeiten manchmal dazu, dass diese Bewältigungsstrategien über die Zeit selbst zur Belastung oder zu Anstregungen führen. Beispielsweise ziehen wir uns mehr zurück, als wir möchten, wir können nicht mehr schlafen, weil wir in Dauerstress geraten oder strengen uns nur noch an, um Anderen gefallen zu wollen. Über die Dauer kann dies dazu führen, dass wir den Kontakt zu uns selbst, unseren Bedürfnissen und Gefühlswelten verlieren. Es können psychische Erkrankungen entstehen, wo Psychotherapie als anerkannte Heilkunst helfen kann. Derartige Strategien können über eine Therapie verstanden, identifiziert und verändert werden. Wichtig ist es mir dabei, dass ich Sie bei Ihren eigenen Zielen und Wünschen unterstütze - ganz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe. Sie wissen am besten, was Ihnen selbst gut tut, wie Sie Ihr Leben führen wollen, welche Werte Ihnen wichtig sind. Auch wenn der erste Schritt manchmal darin besteht, dies für sich wieder herauszufinden und neu zu entdecken, wobei ich Sie zu unterstützen kann. Mein Ziel ist es, dass Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle (wieder) besser wahrnehmen können und selbstbestimmt, selbstwertförderlich und auch manchmal albern Ihr Leben gestalten. Die Verhaltenstherapie bietet dafür eine große Vielfalt an an Methoden und Interventionen, die ich Ihnen anbieten, um eine langfristige Genesung zu erreichen.
Therapie wird von Zeit zu Zeit herausfordernd und anstrengend sein. Es gibt immer Gründe, wieso wir uns so verhalten, so fühlen, so denken, wie wir es tun. Würde uns ein Verhalten überhaupt nichts geben, würden wir es nicht tun. Selbst vermeintlich schädliche und unnütze Verhaltensweisen reduzieren vielleicht für einen kurzen Zeitraum Ängste und vermitteln uns Sicherheit. Die langfristigen Veränderungen erfordern somit häufig ein großes Maß an Motivation, aktiver Mitarbeit und Weiterdenken zwischen den Sitzungen. Diese Arbeit kann ich Ihnen leider nicht abnehmen, ich werde Sie jedoch mit all meinem Wissen unterstützen, die gewünschten Schritte zu gehen und an Ihrer Seite stehen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die höchste Evidenz für die Reduzierung und Heilung von vielen psychischen Erkrankungen und wirksame langfristige Veränderungen liegt bei der Verhaltenstherapie aktuell für die sogenannten "Verfahren der Dritten Welle“ vor, welche klassische Ansätze um achtsamkeits-, akzeptanzbasierte und emotionsfokussierte Methoden erweitert. Ziel ist nicht primär die Veränderung von Gedanken und Gefühlen, sondern ein Erleben, Verarbeiten und veränderter Umgang mit ihnen. Folgende Verfahren nutze ich individuell angepasst, um Sie entsprechend zu unterstützen: